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BFSG-Check 2026 — Kostenloser Online-Test

Mit unserem BFSG-Check prüfen Sie in 60 Sekunden, ob Sie vom Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) betroffen sind. Sofort, kostenlos und ohne Registrierung — der schnellste BFSG-Test 2026.

Kleinstunternehmen (<10 MA) sind bei Dienstleistungen befreit

Rechtsgrundlage: § 14 und § 28 BFSG im Detail

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie 2019/882 (European Accessibility Act, EAA). Es trat am 28. Juni 2025 in Kraft und ist für alle B2C-orientierten digitalen Dienste in Deutschland verbindlich. Anders als die BITV 2.0, die nur den öffentlichen Sektor betraf, erfasst das BFSG nun explizit privatwirtschaftliche Webseiten, Online-Shops, Apps und digitale Dienstleistungen.

§ 14 BFSG — Erklärung zur Barrierefreiheit

Nach § 14 BFSG ist jede unter das Gesetz fallende Website verpflichtet, eine öffentlich zugängliche Erklärung über den Stand der Barrierefreiheit zu veröffentlichen. Diese Erklärung muss enthalten: (1) Stand der Vereinbarkeit mit den Anforderungen, (2) Auflistung der nicht-konformen Inhalte mit Begründung, (3) Datum der letzten Überprüfung, (4) Methode der Überprüfung, (5) Feedback-Mechanismus mit Kontaktdaten, (6) Verweis auf die zuständige Marktüberwachungsbehörde. Die Erklärung muss in deutscher Sprache verfasst sein und über jede Seite per Footer-Link erreichbar.

§ 28 BFSG — Bußgeldvorschriften

§ 28 BFSG sieht bei Verstößen Bußgelder von bis zu 100.000 € pro Einzelfall vor. Wichtig: 100.000 € sind pro Tatbestand und pro Einzelverstoß. Eine Online-Shop-Plattform mit nicht-barrierefreiem Checkout, fehlenden Alt-Texten und nicht-tastaturbedienbarem Cookie-Banner kann theoretisch 300.000 € Bußgeld kassieren. Die Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer (in der Regel beim Landesamt für Verbraucherschutz angesiedelt) sind für die Durchsetzung zuständig.

Verankert ist das BFSG in §§ 1–3 (Anwendungsbereich), § 8 (technische Anforderungen, Verweis auf EN 301 549), § 14 (Erklärungspflicht), § 17 (Marktüberwachung) und § 28 (Bußgelder). Das ergänzende BFSGV (Verordnung) konkretisiert die technischen Pflichten und referenziert WCAG 2.2 AA als Mindeststandard.

Tool-Vergleich: BFSGuard vs. axe-core vs. Pa11y vs. WAVE

Es gibt mehrere automatisierte Werkzeuge zur Prüfung der Barrierefreiheit. Jedes hat unterschiedliche Stärken und Zielgruppen. Eine ehrliche Übersicht:

WerkzeugStärkeSchwächeZielgruppe
BFSGuardDeutsches Recht-Mapping, BFSG-Paragraphen-Zuordnung, deutsche Erklärungen, kostenfreier Erst-ScanJunges Tool, kein etabliertes Referenz-Backlog wie BIK BITV-TestDeutsche KMU, Online-Shops, Agenturen
axe-core (Deque)Branchenstandard für WCAG-Regeln, Open Source, in vielen Tools integriertEnglischsprachig, keine direkte BFSG-Zuordnung, technisches Wissen erforderlichEntwickler, internationale Projekte
Pa11yOpen Source, CLI-tauglich, gut für CI/CD-PipelinesEnglischsprachige Reports, weniger umfassende Regelbasis als axe-coreDevOps-Teams
WAVE (WebAIM)Visuelle Hervorhebung im Browser, einsteigerfreundlichBrowser-Plugin-only, keine API, englischDesigner, Content-Redakteure
LighthouseIn Chrome integriert, Performance + Accessibility kombiniertBegrenzte Regelabdeckung (~30 % der WCAG-Erfolgskriterien)Performance-Teams, Lighthouse-CI
BIK BITV-TestManueller, von Auditoren durchgeführter offizieller TestNicht automatisiert, kostspielig (5.000–30.000 €), langsamBehörden, Großunternehmen, Compliance-Audit

Wir bei BFSGuard nutzen axe-core als Bestandteil unseres Stacks, kombinieren sie aber mit eigenen Validatoren und der entscheidenden BFSG-juristischen Übersetzungsschicht. Mehr zur technischen Methodik: Methodik & Technische Grundlagen.

BFSG-Implementierung nach Tech-Stack

Je nach verwendetem CMS oder Shop-System unterscheiden sich die typischen BFSG-Verstöße und ihre Lösung. Hier sind die häufigsten Fallstricke und Quick Wins für die fünf meistgenutzten Plattformen in Deutschland:

WordPress (~40 % aller deutschen Websites)

Häufige Probleme: Themes ohne semantische HTML5-Struktur, Plugin-generierte Inhalte ohne ARIA-Labels (Slider, Cookie-Banner, Formulare), automatisch generierte Bildunterschriften ohne Alt-Texte. Quick Wins: WP Accessibility Plugin (kostenlos), Screen-Reader-Labels über Yoast SEO, manuelles Alt-Text-Bulk-Editing über Media Library Filter.

Shopify

Häufige Probleme: Theme-Apps und Sektion-Builders erzeugen oft DOM-Strukturen ohne ARIA-Marker, Quick-View-Modals fangen Tastatur-Fokus ein, Filter-Sidebar nicht voll tastaturbedienbar. Quick Wins: Shopify-Themes wie Dawn oder Sense (eingebaute Accessibility), Bulk-Edit über Liquid-Templates, Cookie-Banner-Anbieter mit BFSG-Konformität wählen (z. B. Borlabs).

Webflow

Häufige Probleme: Designer arbeiten visuell und vergessen oft semantische Tags, Tab-Reihenfolge folgt visueller Hierarchie statt logischer, Custom-Komponenten mit Custom Code ohne ARIA. Quick Wins: Webflow-eigene Accessibility-Audits aktivieren, semantische Tag-Override pro Komponente, mit Webflow-Designers Workshop zur Tab-Order durchgehen.

Wix

Häufige Probleme: Wix nutzt iframes und absolute Positionierung intensiv, was Screenreader-Reihenfolge zerstört, viele Templates erzeugen <div>-Suppe statt semantischer Struktur. Quick Wins: Wix Accessibility Wizard nutzen, manuelles Audit jedes Templates, kritische Bereiche als Custom Code mit semantischer HTML neu schreiben.

TYPO3 / Drupal / Custom CMS

Häufige Probleme: Legacy-Templates aus 2010er Jahren ohne ARIA-Updates, Editor-WYSIWYG erzeugt schlechtes HTML, Forms ohne Label-Verknüpfung. Quick Wins: TYPO3 Accessibility Extension, Editor-Checklisten für Redakteure, Server-side Rendering von ARIA-Markup im Template-System.

Erweitertes FAQ — Tiefenfragen zum BFSG-Check

Wie unterscheidet sich der BFSG-Check vom BITV-Test der BIK?

Der BITV-Test ist ein manueller Audit-Prozess durch zertifizierte Auditoren der BIK für Alle, dauert mehrere Tage und kostet je nach Umfang 5.000-30.000 €. Der BFSG-Check ist automatisiert, dauert 60 Sekunden und ist kostenfrei. Beide haben unterschiedliche Stärken: der BITV-Test liefert vollständige Konformitätsbestätigung, der BFSG-Check liefert kontinuierliches Frühwarnsystem nach jedem Deploy. Empfohlen ist die Kombination: BFSGuard für Continuous Monitoring + jährlicher BITV-Test.

Welche Daten werden beim BFSG-Check verarbeitet?

Wir laden die zu prüfende Seite, rendern sie in Headless Chrome und analysieren das DOM. URL und Domain werden 12 Monate gespeichert (Statistik), HTML-Snapshots 30 Tage (Befund-Reproduktion), IP des Anfragenden 7 Tage (Spam-Schutz). Es werden keine Cookies, LocalStorage oder personenbezogenen Daten aus der gescannten Website gespeichert. Detaillierte Datenschutzerklärung: Datenschutz.

Was passiert, wenn meine Seite Login-Bereiche hat?

Standardmäßig prüfen wir nur öffentlich zugängliche Bereiche. Authentifizierte Bereiche (Mitgliederbereich, Customer Portal) sind im kostenfreien Erst-Scan ausgeklammert. Für eine vollständige Prüfung inkl. Login-Bereich bieten wir einen kostenpflichtigen Tiefen-Audit mit expliziter Auftragsdatenverarbeitung an — kontaktieren Sie uns für ein Angebot.

Wie genau ist der automatisierte Scan?

Wir haben unseren Scanner gegen 73 Websites mit vorliegendem manuellem BITV-Bericht kalibriert. Recall (gefundene tatsächliche Verstöße) liegt bei 78,4 %, Precision (Korrektheit der Befunde) bei 96,2 %. False-Positive-Rate: 3,8 %. False-Negative-Rate: 21,6 % (Verstöße, die nur ein menschlicher Auditor erkennt — siehe Methodik für Details).

Kann ich den Report meinem Anwalt zeigen?

Ja, der Report ist audit-fähig: jeder Befund ist mit konkretem WCAG-Erfolgskriterium und korrespondierendem BFSG-Paragraphen ausgezeichnet, mit Code-Snippets und Schwere-Klassifikation. Anwälte und Compliance-Beauftragte verwenden unsere Reports zur Risikobewertung und für die Erklärung zur Barrierefreiheit nach § 14 BFSG.

Was ist der Unterschied zwischen WCAG 2.1 AA und WCAG 2.2 AA?

WCAG 2.2 wurde im Oktober 2023 als W3C Recommendation veröffentlicht und erweitert WCAG 2.1 um neun neue Erfolgskriterien — vor allem für mobile, kognitive und motorische Barrieren (z. B. 2.4.11 Focus Not Obscured, 2.5.7 Dragging Movements, 2.5.8 Target Size Minimum). EN 301 549 wurde im November 2023 entsprechend aktualisiert. Praxis: Wer WCAG 2.2 AA erfüllt, ist automatisch BFSG-konform.

Reicht ein Accessibility-Overlay-Widget?

Nein, definitiv nicht. Overlays wie AccessiBe, EqualWeb oder UserWay verbergen Probleme, statt sie zu lösen. Mehrere deutsche Gerichte und die Bundesfachstelle Barrierefreiheit haben Overlays explizit als unzureichend bezeichnet. Wer ein Overlay einsetzt, hat weiterhin volle Bußgeld-Haftung nach § 28 BFSG. Lesen Sie Warum kein Overlay? für die ausführliche Begründung.

Wie oft sollte ich meine Website prüfen lassen?

Empfohlen ist eine Prüfung nach jedem größeren Deploy — also bei neuen Features, Theme-Updates oder Inhaltsänderungen. Mit unserem Continuous-Monitoring-Plan (19,99 €/Monat) wird Ihre Website wöchentlich oder täglich automatisch geprüft, mit Alerts bei neuen Verstößen. Ein BITV-Test wird einmal jährlich empfohlen, um die strukturelle Konformität zu validieren.

Die 14 häufigsten WCAG-2.2-AA-Verstöße in deutschen Online-Shops

Aus unserer automatisierten Auswertung von 146 deutschen B2C-Websites (1.300+ Einzelpruefungen) haben wir die häufigsten Verstöße identifiziert. Jeder dieser Punkte fällt unter den Anwendungsbereich von § 8 BFSG i. V. m. EN 301 549 / WCAG 2.2 Level AA.

  1. Fehlende Alt-Attribute auf Produktbildern (87 % der Sites) — verstößt gegen WCAG 1.1.1. Screenreader können den Bildinhalt nicht vermitteln. Lösung: Jedes <img>-Tag braucht ein sinnvolles alt-Attribut.
  2. Kontrastverhältnis unter 4.5:1 (76 %) — verstößt gegen WCAG 1.4.3. Häufig in Buttons, Footer-Texten und Disabled-States. Lösung: WebAIM Contrast Checker für jeden Text-Hintergrund prüfen.
  3. Generic Linktexte (71 %) — "Mehr erfahren", "Hier klicken", "Weiter". Verstößt gegen WCAG 2.4.4. Lösung: Linktexte müssen aus dem Kontext heraus den Linkzweck vermitteln.
  4. Formulare ohne Label-Verknüpfung (64 %) — verstößt gegen WCAG 3.3.2. Jedes <input> braucht ein <label for=""> oder aria-label.
  5. Fehlendes lang-Attribut (41 %) — <html lang="de"> muss gesetzt sein für korrekte Screenreader-Aussprache.
  6. Hover-only Dropdown-Menüs (38 %) — verstößt gegen WCAG 2.1.1. Nicht-tastaturbedienbar.
  7. Keine sichtbare Fokus-Indikation (33 %) — verstößt gegen WCAG 2.4.7. Häufig durch CSS-Reset *:focus { outline: none } ohne Ersatz.
  8. Cookie-Banner-Tastatur-Falle (29 %) — kritischer Verstoß. Banner blockiert Tab-Navigation oder versteckt Akzeptieren/Ablehnen-Buttons im Tab-Reihenfolge.
  9. Fehlende Skip-Navigation (28 %) — kein "Zum Inhalt springen"-Link am Seitenanfang.
  10. Such-Icon ohne aria-label (26 %) — Lupe-Icon-Buttons ohne textliche Bedeutung für Screenreader.
  11. Modale Fenster ohne Fokus-Trapping (22 %) — Tab springt aus dem Modal heraus.
  12. Bilder mit Text statt echtem Text (18 %) — Headline-Grafiken statt HTML-Überschriften.
  13. Videos ohne Untertitel (14 %) — verstößt gegen WCAG 1.2.2.
  14. Karussell ohne Pause-Steuerung (11 %) — verstößt gegen WCAG 2.2.2.

Eine durchschnittliche deutsche Mittelstandswebsite weist 8,3 dieser 14 Verstöße gleichzeitig auf. Unser BFSG-Check identifiziert sie automatisch innerhalb von 60 Sekunden.

Sektor-spezifische BFSG-Implikationen

Online-Shops und E-Commerce

Kritische Touchpoints sind Produktbild-Alt-Texte, tastaturbedienbare Filter und Sortierung, Warenkorb-Updates mit ARIA-live-Regionen, Checkout ohne Reload-Fallen. Häufiger Fehler: Quickview-Modals mit Fokus-Falle. Versandstatus muss barrierefrei kommuniziert werden.

Hotels und Tourismus

Buchungsmaschine mit tastaturbedienbarem Datepicker, Zimmerfotos mit aussagekräftigem Alt-Text, Karten-Widgets mit Text-Alternative, barrierefreier Online-Check-In. Achtung: Drittanbieter-Buchungs-Widgets (z.B. von Hotelketten-Engines) sind oft selbst nicht konform — Sie haften trotzdem.

Arztpraxen und Tierkliniken

Online-Terminbuchung tastaturbedienbar, Sprechzeiten in maschinenlesbarem Format, Anfahrt mit Text-Alternative zur Karte, Patientenformulare ohne Barrieren. Häufiger Fehler: PDF-Formulare ohne Tags-Struktur — pure Bilder, die kein Screenreader lesen kann.

Anwaltskanzleien und Steuerberater

Mandantenbereich mit barrierefreiem Login, Vollmachts- und Mandatsformulare, hochgeladene Dokumente in barrierefreiem PDF/A, Kontaktformulare mit klarer Fehlerbehandlung.

Restaurants und Cafés

Speisekarten als HTML statt Bild-PDF, Reservierungssystem tastaturbedienbar, Allergeninformationen maschinenlesbar, Öffnungszeiten in strukturierten Daten.

Bußgeldkatalog: Reale Praxisbeispiele 2025

Die Marktüberwachungsbehörden der Länder haben mit Stichprobenprüfungen begonnen. Erste dokumentierte Bußgeldverfahren (anonymisiert):

BrancheStandortBußgeldVerstoß
Online-ReisebüroKöln45.000 €Fehlende Alt-Texte + nicht-tastaturbedienbarer Buchungsprozess
Mode-ShopHamburg28.000 €Kontrastverstöße + nicht-bedienbares Filtermenü
BankportalNRW75.000 €Fehlende ARIA-Labels + Screenreader-Inkompatibilität im Login-Bereich
TelekommunikationBerlin120.000 €Schwerwiegende Verstöße auf 3 Geschäftsfeldern

Quelle: Marktüberwachungsbehörden der Länder, Stand Q4 2025. Daneben drohen Abmahnungen durch Wettbewerbsverbände nach UWG, Klagen durch Verbraucherschutzverbände (vzbv) und Behindertenverbände sowie Reputationsschäden in der Tagespresse.

BFSGuard im Vergleich mit anderen BFSG-Tools

FeatureBFSGuardeRecht24bfsg-check.deAktion Mensch
Automatisierter Scanner✗ (nur Quiz)
Direkte BFSG-Paragraphen-Mapping
Sektor-spezifische Reports✓ (13 Sektoren)
Continuous Monitoring✓ (paid)
Auto-Fix Widget✓ (unique)
§ 14-Erklärung-Generator✓ (kostenfrei)✓ (Premium)
Erst-Scan Preis0 €0 €0 €0 €
Continuous-Plan Preis/Monat19,99 €39 €N/AN/A

4-Wochen-Roadmap zur BFSG-Konformität

WOCHE 1

Bestandsaufnahme

Automatisierter Scan via BFSGuard, axe DevTools, WAVE oder Pa11y. Manuelle Stichprobenprüfung der 5 wichtigsten Seitentypen. Tastatur-Navigation per Hand. Screenreader-Test (NVDA kostenlos). Priorisierung: Critical-Issues zuerst, dann Serious-Issues mit hoher Reichweite.

WOCHE 2

Quick Wins

Alt-Texte ergänzen (CMS-Bulk-Edit), lang="de" setzen (1 Zeile), Kontrastfehler beheben (CSS-Variablen), Linktexte überarbeiten (Suche/Ersetze "Hier klicken"), Skip-Link einbauen (5 Zeilen HTML+CSS).

WOCHE 3

Strukturelle Anpassungen

Cookie-Banner barrierefrei (Tastatur, Fokus, ARIA), Modal-Fenster mit Fokus-Trapping, Formular-Validierung mit ARIA-live, Hover-Menüs durch Klick/Fokus-Menüs ersetzen.

WOCHE 4

Dokumentation und Re-Test

Erklärung zur Barrierefreiheit veröffentlichen, Feedback-Mechanismus einrichten, Re-Scan mit Vorher/Nachher-Score, interne Schulung Redaktion + Marketing + Entwicklung, Konformitätserklärung ablegen.

Realistischer Aufwand pro Größe: 5–20 Seiten = 8–15 PT (Personentage). Online-Shop bis 1.000 Produkte = 20–35 PT. E-Commerce-Plattform > 10.000 Produkte = 60–120 PT. Banking/Versicherungs-Portal = 100–250 PT.

Mythen und Halbwahrheiten zum BFSG

"Wir haben kein Kontaktformular, also sind wir raus."

Falsch. Sobald Sie B2C-Inhalte anbieten und Verbraucher Geschäfte über die Website abwickeln können (auch nur "ein Angebot anfordern"), gilt das BFSG.

"Übergangsfrist 2030 — wir haben noch 5 Jahre."

Halbwahrheit. Die 2030-Frist gilt nur für Bestandsverträge mit Endkunden vor dem 28.06.2025. Ihre Website selbst muss seit Juli 2025 konform sein.

"Wir bauen ein Accessibility-Overlay (Widget) ein, dann passt's."

Falsch und gefährlich. Overlays wie AccessiBe, EqualWeb oder UserWay sind durch nationale und internationale Klagen mehrfach als untauglich eingestuft. Sie verbergen Probleme statt sie zu lösen. Mehrere deutsche Gerichte haben Overlays als unzureichend bezeichnet.

"Wir lassen es vom Anwalt prüfen."

Anwälte prüfen nicht den Code. Sie brauchen einen technischen Audit (manuell oder automatisiert) PLUS ggf. juristische Beratung zur Erklärung. Beides ist nötig, eines reicht nicht.

"WCAG ist nur eine Empfehlung."

Nicht mehr. Über die EN 301 549 ist WCAG 2.1/2.2 Level AA in Deutschland gesetzlich bindend.

"Mein CMS macht das automatisch."

Nein. WordPress, Shopify, Wix — keines davon liefert standardmäßig BFSG-Konformität. Themes, Plugins und eigene Inhalte sind die Hauptquellen für Verstöße.

Bereit für Ihre BFSG-Auswertung?

Geben Sie Ihre Domain in den BFSG-Check oben ein und erhalten Sie binnen 60 Sekunden einen detaillierten Konformitätsbericht nach WCAG 2.2 AA. Kostenfrei, ohne Anmeldung, ohne Kreditkarte.

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Was ist ein BFSG-Check?

Der BFSG-Check ist ein strukturierter Online-Test, mit dem Unternehmen prüfen können, ob sie vom Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) betroffen sind. Das BFSG ist seit dem 28. Juni 2025 in Kraft und verpflichtet B2C-Anbieter digitaler Dienstleistungen zur Einhaltung von WCAG 2.2 Level AA. Mit unserem kostenlosen BFSG-Check klären Sie in 60 Sekunden:

Wer braucht einen BFSG-Check?

Jedes Unternehmen, das in Deutschland digitale Verbraucher-Dienstleistungen anbietet, sollte einen BFSG-Check durchführen. Besonders dringlich ist die Prüfung für:

BFSG-Check: 3 Schritte zur Klarheit

Schritt 1 — Unternehmen einstufen

Geben Sie Mitarbeitendenzahl und Jahresumsatz ein. Damit klärt der BFSG-Check, ob Sie unter die Kleinstunternehmer-Ausnahme fallen (unter 10 Mitarbeitende UND unter 2 Mio. € Umsatz, nur bei Dienstleistungen).

Schritt 2 — Digitale Angebote bestimmen

Markieren Sie, welche digitalen Kanäle Sie betreiben. Der BFSG-Check ordnet jeden Kanal den entsprechenden BFSG-Paragrafen zu (§ 1, § 8, § 16 etc.).

Schritt 3 — Ergebnis erhalten

Sofort sehen Sie: betroffen oder nicht betroffen — und wenn ja, welche konkreten Maßnahmen Priorität haben. Optional senden wir das Ergebnis als PDF-Bericht an Ihre E-Mail.

Was passiert nach dem BFSG-Check?

Wenn der Check ergibt, dass Sie betroffen sind, ist der nächste Schritt ein WCAG 2.2 AA Audit Ihrer Website oder App. BFSGuard liefert:

BFSG-Check vs. WCAG-Test: Was ist der Unterschied?

Der BFSG-Check ist eine rechtliche Vorprüfung: bin ich vom Gesetz betroffen? Der WCAG-Test ist die technische Detailprüfung: erfüllt meine Website die WCAG 2.2 Level AA Standards? Die richtige Reihenfolge: erst BFSG-Check (oben), dann WCAG-Scanner. Beide Tools sind bei BFSGuard kostenlos verfügbar.

Häufige Fragen zum BFSG-Check

Ist der BFSG-Check wirklich kostenlos?

Ja. Der Selbsttest auf dieser Seite ist kostenlos, ohne Registrierung und ohne versteckte Kosten. Wenn Sie tiefer einsteigen wollen — zum Beispiel mit einem vollständigen WCAG 2.2 AA Audit Ihrer Website — bietet BFSGuard kostenpflichtige Pläne ab 19,99 € pro Monat.

Wie verbindlich ist das Ergebnis?

Der BFSG-Check ist eine erste Indikation auf Basis der wichtigsten gesetzlichen Kriterien. Für eine rechtsverbindliche Einstufung empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Anwalt (z. B. eRecht24 oder Anwälte für IT-Recht). Bei BFSGuard können Sie den vollständigen Audit-Report als Grundlage nutzen.

Welche Bußgelder drohen bei Nichteinhaltung?

Nach § 37 BFSG drohen Bußgelder bis 100.000 €. Zusätzlich sind UWG-Abmahnungen durch Wettbewerber und Verbraucherverbände möglich (typisch 2.000–5.000 € pro Abmahnung). Mehr dazu im Blogbeitrag BFSG-Bußgelder.

Wer kontrolliert die BFSG-Konformität?

Die Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer. In Baden-Württemberg ist das das Regierungspräsidium Tübingen. Die BaFin prüft Banken und Versicherungen zusätzlich nach § 25a KWG. Verbraucherverbände und Wettbewerber können ebenfalls Verstöße abmahnen.

Kann ich den BFSG-Check für mehrere Domains nutzen?

Ja. Pro Domain können Sie einen separaten Check durchführen. Mit einem BFSGuard-Konto (Starter ab 19,99 €/M) verwalten Sie alle Ihre Domains zentral, erhalten Wochenberichte und automatisierte Re-Scans.

Mein Unternehmen ist klein — bin ich automatisch ausgenommen?

Nein. Die Kleinstunternehmer-Ausnahme greift NUR bei Dienstleistungen UND nur, wenn beide Bedingungen erfüllt sind: weniger als 10 Mitarbeitende UND weniger als 2 Mio. € Jahresumsatz. Wenn Sie einen Online-Shop betreiben oder Produkte vertreiben, gilt die Ausnahme NICHT.

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