BFSG Checkliste 2026: 12 Schritte zur barrierefreien Website

Stand: April 2026Lesezeit: 5 Minuten

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist seit dem 28. Juni 2025 in Kraft. Unternehmen, die digitale Dienstleistungen für Verbraucher anbieten, müssen ihre Websites und Apps barrierefrei gestalten. Doch wo fängt man an? Diese Checkliste gibt Ihnen eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wer ist betroffen?

Das BFSG gilt für alle B2C-Unternehmen, die digitale Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Online-Shops, Banken, Versicherungen, Reisebüros und SaaS-Anbieter sind typische Beispiele. Kleinstunternehmen (unter 10 Mitarbeiter, unter 2 Millionen Euro Umsatz) sind bei Dienstleistungen befreit.

Die 12-Punkte-Checkliste

1
Barrierefreiheits-Scan durchführen
Prüfen Sie Ihre Website mit einem WCAG 2.2 Scanner. BFSGuard bietet einen kostenlosen Erst-Scan.
2
ALT-Texte für alle Bilder
Jedes informative Bild braucht eine beschreibende Alternative. Dekorative Bilder: alt="".
3
Farbkontraste prüfen
Mindestens 4.5:1 für normalen Text, 3:1 für großen Text (WCAG AA).
4
Tastatur-Navigation testen
Alle Funktionen müssen ohne Maus erreichbar sein. Tab-Reihenfolge muss logisch sein.
5
Überschriften-Hierarchie
H1 → H2 → H3 ohne Sprünge. Screenreader nutzen Überschriften zur Navigation.
6
Formulare korrekt beschriften
Jedes Eingabefeld braucht ein sichtbares Label. Placeholder allein reicht nicht.
7
Links und Buttons beschreiben
"Mehr erfahren" ist schlecht. "BFSG-Checkliste herunterladen" ist gut.
8
Videos mit Untertiteln
Alle Videos brauchen Untertitel. Audiodeskription für wichtige visuelle Inhalte.
9
Sprach-Attribut setzen
Das HTML-Element braucht lang="de". Fremdsprachige Abschnitte einzeln markieren.
10
Mobile Barrierefreiheit
Touch-Ziele mindestens 44x44 Pixel. Inhalte müssen bei 200% Zoom nutzbar sein.
11
Barrierefreiheitserklärung veröffentlichen
Rechtlich vorgeschrieben nach § 14 BFSG. Muss den Konformitätsstatus und Kontaktdaten enthalten.
12
Monitoring einrichten
Barrierefreiheit ist kein Einmal-Projekt. Regelmäßige Scans erkennen neue Probleme frühzeitig.

Was passiert bei Verstößen?

Die Marktüberwachungsbehörden der Länder prüfen aktiv. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro. Zusätzlich sind Abmahnungen durch Mitbewerber nach dem UWG möglich. Verbände und Behindertenorganisationen haben ein Klagerecht.

Automatische Lösung mit BFSGuard

BFSGuard automatisiert die meisten dieser Schritte: Der WCAG 2.2 Scanner identifiziert Probleme, die Auto-Fix Engine behebt sie automatisch, und der Erklärung Generator erstellt die rechtskonforme Barrierefreiheitserklärung. Das Monitoring sorgt für dauerhafte Compliance.

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Häufige Fragen

Muss ich alle 12 Punkte sofort umsetzen?

Ja, das BFSG gilt seit Juni 2025 ohne Übergangsfrist für neue digitale Angebote. Bestehende Websites sollten schnellstmöglich angepasst werden.

Reicht ein Overlay-Widget?

Nein. Overlay-Tools wie AccessiBe oder UserWay werden von Experten und zunehmend auch von Gerichten als unzureichend bewertet. Sie reparieren nicht den Quellcode und lösen maximal 20-30% der WCAG-Probleme. BFSGuard setzt auf echte Code-Reparatur.

Was kostet Barrierefreiheit?

Mit BFSGuard ab 19,99 EUR/Monat. Ein professioneller BITV-Test kostet 3.000-6.000 EUR. Die Investition lohnt sich: 13 Millionen Menschen in Deutschland haben Einschränkungen — eine barrierefreie Website erreicht mehr Kunden.